BRENNHOLZ UND KAMINHOLZ RICHTIG LAGERN

Wie trocken brennt es am besten?

Besitzer eines Kamins genießen durch die Lagerung von Brennholz in einem Stapel oder einem Kaminholzregal die Vorteile der richtigen Trocknung. Feuchtes Holz brennt nicht nur schlecht, es qualmt bei der Verbrennung und verdreckt somit Kamin und Schornstein. Auch der Brennwert, also die Effizienz der Heizleistung, leidet bei nassem oder zu trockenem Holz. Wann ist gelagertes Holz reif für den Kamin? Wie lagert man Holzscheite richtig?

DER WEG ZUM GUTEN KAMINHOLZ - VON HOLZSTAPEL UND KAMINHOLZREGAL

Ein Kamin wertet Haus und Wohnung auf.

Wer schon vor der eigenen Feuerstelle gesessen hat weiß, dass die Wärme des Holzfeuers nicht mit anderen Heizmethoden vergleichbar ist. Der Luxus des eigenen Kamins oder Holzofens geht mit der Beschaffung von Holz sowie der Pflege und Wartung der Anlage einher. Doch wie trocken muss Holz sein? Wie lange dauert die Lagerung?

WIE LANGE MUSS BRENNHOLZ TROCKNEN?

Um den optimalen Heizwert zu erreichen, kommt es auf die Bedingungen der Lagerung an.

Holz wird mit einem Mindestabstand von etwa 10 cm zum Boden und zu Hauswänden oder anderen Holzstapeln getrocknet. Die für die Verbrennung auf Maß gebrachten Holzscheite werden so im Kaminholzregal oder im Holzstapel gelagert, dass genug Luft zwischen ihnen zirkulieren kann. Bei guten Bedingungen beträgt die Lagerzeit in Mitteleuropa laut Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe e.V. (Link zur Quelle) einen Sommer bis zwei Jahre.

Das Brennholz wird mit einem Dach oder einer Plane im Freien vor Regen geschützt. Die Seiten der Stapel bleiben unverdeckt. Als Lagerungs- und Trocknungsort, der auch optische Ansprüche auf dem Grundstück und im Inneren erfüllt, ist ein Kaminholzregal die passende Lösung.

DIE RICHTIGE TROCKNUNG VON HOLZ FÜR KAMIN UND OFEN

Gutes Brennholz hat einen Feuchtigkeitsgehalt von 15 bis maximal 20 Prozent.

Bevor das Holz aus dem Kaminholzregal in der Feuerstädte landet, sollten ein paar Stichproben mit dem Feuchtigkeitsmesser gemacht werden.

Auch gekauftes Holz, welches vorgetrocknet wurde, ist nicht immer optimal. Die Hersteller nutzen oft Heißluft, um die feuchten Hölzer schneller verkaufen zu können. Dabei wird das Holz oft zu trocken und verbrennt zu schnell.

Ein paar Wochen der Lagerung des gekauften Holzes in einem Brennholzregal im Freien oder im Innenbereich sorgen dafür, dass das trockene Holz wieder etwas an Feuchtigkeit zulegt und somit effektiver für Wärme sorgt. Auch hier sorgt ein spezieller Feuchtigkeitsmesser für Gewissheit.

VERSCHIEDENE LAGERSTÄTTEN SIND PRAKTISCH

Wie viel Holz für die kalte Zeit des Jahres benötigt wird, richtet sich nach der Größe und Art der zu heizenden Räume. 

Da kaum ein modernes Haus nur mit Holz geheizt wird, dient das erste Jahr der Einschätzung zur benötigten Menge der Folgejahre.

Dennoch gilt bei der Lagerung von Holz allgemein: Mehr ist mehr. verschiedene Lagerstädten sorgen dafür, dass genug Holz parat ist und zudem in praktischer Entfernung zum Ofen und Kamin aufbewahrt wird.

Ein großer Holzstapel im Freien dient dazu, das Holz auf den richtigen Feuchtigkeitsgehalt zu bringen. Von hier wird Holz je nach Bedarf direkt in das Kaminholzregal neben der Feuerstelle gebracht. Wenn sich der Holzstapel auf einem entfernten Grundstück befindet, empfiehlt sich ein weiteres Holzregal für die Zwischenlagerung im Freien in der Nähe des Hauses. Zwei bis drei Lagerstädten haben sich als sinnvoll erwiesen, um das Holz bei winterlichem Tiefschnee nicht jeden Tag weit schleppen zu müssen.

KAMINHOLZREGALE FÜR INNEN UND AUSSEN

Ein gutes Kaminholzregal erfüllt die Anforderungen der Lagerung und kann auch optisch auftrumpfen. Ein rustikaler Holzstapel in einem schicken Holzregal auf dem Grundstück verpasst der Außenanlage einen urigen Anstrich. Im Innenraum bietet das Kaminholzregal, so wie der Kamin selbst, einer gemütlichen Atmosphäre. Holzregale für die Feuerstelle auf dem Grundstück, Ofen und Kamin werden als praktische Designelemente eingesetzt und wecken allein durch den Anblick ein Gefühl der urigen Gemütlichkeit und das Bedürfnis, am Feuer zu entspannen.